KURRENT · SÜTTERLIN · GOTISCHE KURSIVE · DEUTSCHE HANDSCHRIFTEN

Professionelle Entzifferung / Transkription altdeutscher Handschriften

Altdeutsches handschriftliches Dokument in Kurrentschrift
Die Vergangenheit hat eine Handschrift
SPEZIALISIERUNGHandschriften des 18.–20. Jahrhunderts
ERFAHRUNG IN DER TRANSKRIPTION VON DOKUMENTENArchive des Baltikums, Schwedens, Russlands, Deutschlands, Österreichs und der Schweiz
AUFTRAGGEBERProfessionelle Forscher, begeisterte Familienforscher, wissenschaftliche Institute und Universitäten
GRUNDPREIS DER TRANSKRIPTION0,10 € pro Wort + 21 % MwSt.Übersetzung als Geschenk

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Artjom Wassiljew und ich bin von Beruf Industrie-Journalist. Seit mehr als 15 Jahren beschäftige ich mich jedoch parallel mit deutschsprachigen Archivdokumenten – zunächst im Rahmen meiner eigenen genealogischen Forschung, später auch für andere interessierte Menschen. Meine Forschungsinteressen und mein geografisches Arbeitsgebiet umfassen vor allem die Archive des Baltikums – Lettlands, Estlands und Litauens – sowie der deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich und die Schweiz). Eine bedeutende Sammlung deutschbaltischer Dokumente befindet sich außerdem in Schweden; auch mit diesen Dokumenten habe ich gearbeitet.

Hier und heute biete ich Ihnen jedoch keine Archiv-Recherchedienstleistungen an, sondern die Transkription – also die Entzifferung handschriftlicher Dokumente in alter deutscher Schrift (Kurrentschrift, Sütterlin). Diese sogenannten „gotischen“ Schriften sind selbst für Muttersprachler oft schwer lesbar, da sich die historische Kalligrafie deutlich von der heute gebräuchlichen unterscheidet. Die Dokumente, die ich für Sie transkribieren kann, stammen aus staatlichen oder behördlichen Archiven – oder aus Ihrem Familienbesitz.

Kann man ein Dokument nicht einfach in eine KI hochladen und eine fertige Transkription erhalten?

Am Ende jedes Kalenderjahres nehme ich mir einen ganzen Tag Zeit, um die jeweils aktuellen maschinellen und KI-Lösungen gezielt für die Transkription deutscher Kurrentschrift zu testen. Ich probiere alle auf dem Markt verfügbaren Modelle aus – grundsätzlich in den Bezahlversionen, also mit vollem Funktionsumfang. Ich messe die Fehlerquote und die Zeit, die für Upload, Verarbeitung und Strukturierung der Ergebnisse draufgeht, und vor allem den Aufwand an Zeit und Energie für die Gegenkontrolle mit der Originalhandschrift und das Einpflegen der Korrekturen.

Testergebnisse vom November 2025

Auf demselben Material mit einer nicht besonders komplizierten, recht sauberen Handschrift erzielten die vorhandenen Lösungen – wohlgemerkt nur diejenigen, die tatsächlich Text erkennen und nicht halluzinieren – Fehlerraten zwischen 3 % und 16 % falsch erkannter Wörter, wobei sowohl grammatische Entstellungen als auch völlig falsche Lesarten eingerechnet sind. Eine solche Quote entspricht falschen Einträgen in jeder dritten bis jeder ersten Zeile des handschriftlichen Textes. Das verzerrt das inhaltliche Bild deutlich und macht das Material in dieser Form kaum tauglich, selbst für eine maschinelle Übersetzung: Fehler in Funktionswörtern lassen sich zwar oft noch von Hand oder per KI ausbügeln, doch das Auftauchen von Wörtern oder Buchstabenkombinationen, die im Originaldokument gar nicht vorkommen, führt zu falschen Deutungen des Sachverhalts.

Unterm Strich hat mein Test-Drive gezeigt: Die Zeit, die in die Bearbeitung und Korrektur der Ergebnisse einer automatischen Transkription einer einfachen Handschrift fließt – inklusive Auffinden und Ausmerzen sämtlicher Fehler –, entspricht ungefähr der Zeit, die ich benötige, um denselben Text von Hand zu transkribieren (und ich tippe dabei recht schnell, im Zehnfingersystem und blind).

Pro & Contra

Eine eigene Modelllösung trainieren, um noch bessere Resultate zu erzielen? Das ist dann sinnvoll, wenn Sie es mit einem sehr großen Korpus von Dokumenten zu tun haben, die alle von derselben Hand geschrieben wurden. In typischen Archivakten herrscht jedoch eine solche Vielfalt an Handschriften, dass sich darin Blätter finden, mit denen ein individuell trainiertes Modell gut zurechtkommt (also mit ein paar Prozent Fehlern), und andere, bei denen mehr als die Hälfte der Wörter falsch erkannt wird. Zumindest ist das meine Erfahrung: Die Zeit, die in das Training eines Modells auf einen konkreten Dokumentenkorpus (im Umfang von einigen Dutzend oder auch ein bis zwei Hundert Blättern) fließt, übersteigt den Aufwand für eine eigenhändige Transkription – und ganz ohne Abgleich mit anschließenden Korrekturen geht es ohnehin nicht.

Bei einer Transkription Zeile für Zeile ist es entscheidend, den Kontext und den gedanklichen roten Faden des gesamten Dokuments im Blick zu behalten – etwas, was maschinelle Modelle derzeit noch nicht leisten. Nimmt man anschließend eine zusätzliche KI-Bearbeitung der maschinellen Transkription vor, beginnt die KI zu halluzinieren: Sie ersetzt Wörter willkürlich durch ähnliche und erfindet Passagen, die im Ausgangstext nie standen. Solche Überraschungen können Sie nicht zuverlässig entdecken, wenn Sie die Kurrentschrift nicht selbst lesen können.

Zu berücksichtigen sind zudem die Besonderheiten bei Personennamen, geografischen Bezeichnungen, veralteten Begriffen und dialektalen Varianten, die in einer alten Handschrift aus einer bestimmten Region auftreten. Auf professionellem Niveau kann all diese Aufgaben bislang nur ein lebendiger Mensch lösen, der das Lesen altdeutscher Schriften (Kurrent, Sütterlin u. a.) wirklich beherrscht.

Und schließlich kommen Sie an einer professionellen Transkription nicht vorbei, wenn Sie planen, jetzt oder in Zukunft auf Grundlage der transkribierten Dokumente zu publizieren.

Daher lautet meine Antwort und Empfehlung:

Ja, Sie können mit KI arbeiten, wenn

  • Sie selbst über ein ausreichend sicheres Niveau im Deutschen verfügen (im Idealfall lesen Sie – wenn auch langsam – Kurrentschrift), um das Produkt der maschinellen Arbeit nüchtern zu überprüfen;
  • Sie sich vergewissert haben, dass Sie Ihre Dokumente in ein Werkzeug hochladen, das tatsächlichen Text erkennt und nicht bloß erfindet;
  • Sie über genügend Zeit und Sitzfleisch verfügen, um das Ergebnis Wort für Wort mit der Handschrift zu vergleichen und zu korrigieren;
  • Sie nur einen überschaubaren Umfang an Text transkribieren;
  • oder wenn Sie einfach nur ein allgemeines Bild vom Inhalt und vom Typ des Dokuments gewinnen möchten – mit einem wahrscheinlich spürbaren Verlust an Details und an der authentischen Faktur der Akte.

Wenn es dagegen an freier Zeit und Ausdauer fehlt, oder wenn Sie benötigen

  • eine Transkription eines umfangreichen Textes bzw. eines ganzen Archivfalls mit zahlreichen Blättern;
  • eine Transkription, in deren Text nichts dazu erfunden ist;
  • eine Transkription, die Sie ohne Bedenken zitieren können, weil sie präzise ist, keine lexikalischen Verfälschungen und keine Sinn-Halluzinationen enthält und in der sämtliche grammatischen und orthografischen Schwankungen die Sprachnorm der Entstehungszeit oder den individuellen Stil des Autors widerspiegeln;
  • eine Transkription, die sich bedenkenlos für Publikationen eignet – ganz gleich, ob im Blog, in einer wissenschaftlichen Arbeit oder in einer Zeitschrift;

– und erst recht, wenn Sie bereits Zeit, Nerven und womöglich Geld in maschinelle und KI-Tools investiert haben und zum Schluss kommen, dass Ihre konkreten Dokumente doch fachkundige Handarbeit brauchen,

dann nehme ich Ihnen diese Last gern ab und arbeite sorgfältig an Ihren Dokumenten.

Welche Dokumente lohnen sich zur Transkription?

Allerlei Anträge,

die Ihre Vorfahren an verschiedene Institutionen stellten und dabei ihre Lebensumstände schilderten

Protokolle von Gerichtsverhandlungen,

die oft spannende Episoden mit Beteiligung Ihrer Verwandten enthalten und sogar deren Charakterzüge offenbaren können

Dokumente von Ständeeinrichtungen,

bei denen Ihre Vorfahren eine offizielle Bestätigung ihres Standes beantragten

Immobilienunterlagen,

wie Kaufverträge oder Inventarlisten, die interessante Einblicke in den Alltag und die Wirtschaft Ihrer Familie bieten können

Personalakten

aus Schul-, Militär- oder Zivildienstzeiten Ihrer Vorfahren

Briefe, Tagebücher

und vieles mehr.

Eine Ausnahme gibt es: Ich übernehme keine Transkription von kurzen, einzelnen Einträgen aus Kirchenbüchern (z.B. Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Sterbefälle), Personenstandsurkunden und ähnlichen Dokumenten.

Für solche Fälle finden Sie kostenlose Hilfe von Freiwilligen – suchen Sie einfach nach „German Transcription“ auf Facebook und stellen Sie Ihre Anfrage in den entsprechenden Gruppen.

Wenn Sie jedoch eine umfangreichere Transkription (eine Seite mit dichtem Text, mehrere oder zahlreiche Dokumentenseiten) benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

BEISPIEL EINER FERTIGEN ARBEIT№1287. 17 April 1811
Deutschsprachiges handschriftliches Dokument vom 17. April 1811 als Transkriptionsbeispiel
№1287. 17 April 1811

An
Sr. Excellence den Liefländischen Herrn
Civil Gouverneur, wirklichen Staats-
rath und Ritter von Repieff.

Nach nunmehro geschloßener Un-
tersuchung hat das Kaiserl. Per-
nausche Ordnungsgericht in Folge
des erhaltenen hohen Auftrages
d. d. 4 Maertz 1811 sub Nro 571 nicht
ermangeln sollen Ewr. Excellence
hieneben pflichtschuldigst das ge-
führte Untersuchungs Potocoll
zu übersenden und dabey fol-
gendes ganz gehorsamst zu un-
terlegen.

1) Durch die fol. act. 16 gemachte
Anzeige des Surryschen Post-
knechts Jacob läßt es sich wohl
praesumiren, daß auch die fol.
act. 7, 8, 9, 10 und 11 gemachte Aus-
sage des Kurkundschen Post-
knechts Andres wahr und es
gegründet sey, daß der Lieutenant

BEISPIEL EINER FERTIGEN ARBEIT ↗ PDF

Wie beauftragen Sie eine Transkription?

Sie können mir Fotokopien oder Scans Ihrer Materialien per E-Mail zusenden (bitte verkleinern Sie die Dateien nicht, sondern schicken Sie die Bilder in der höchstmöglichen Auflösung oder geben Sie einen direkten Download-Link zu einem Cloud-Ordner/Archiv an). Ich prüfe die Lesbarkeit und schätze die Bearbeitungszeit ein (in der Regel übernehme ich sofort Handschriften aus dem späten 18., 19. und 20. Jahrhundert, bei älteren Dokumenten entscheide ich je nach Einzelfall).

Sie können mir auf Englisch, Deutsch oder Russisch schreiben. Grundsätzlich können Sie auch in jeder anderen Sprache anfragen – ich lese Ihre Nachricht dann mit Hilfe maschineller Übersetzung und antworte Ihnen ebenso, damit es für Sie bequem ist.

Was kostet das?

Den ungefähren Preis können Sie im Voraus selbst einschätzen: Ich berechne 0,10 Euro pro gelesenem Wort (das ist der niedrigste Satz, den ich unter Kollegen kenne). In seltenen Fällen besonders origineller oder schwer lesbarer Handschriften, die ich dennoch übernehme, stimmen wir vorab einen Aufschlag für die betreffenden Seiten ab. Nicht entzifferbare Passagen oder Wörter, bei denen ich mir nicht sicher bin, werden selbstverständlich nicht berechnet.

Nur aus dem Deutschen?

Als russischer Muttersprachler kann ich für Sie auch russischsprachige Dokumente transkribieren (was für viele, deren Vorfahren einst in Russland lebten, relevant ist). Auch wenn sich die Website auf deutsche Transkriptionen konzentriert, können Sie mich gerne auch für russische Dokumente anfragen.

Ihre Vorteile bei einer Zusammenarbeit mit mir:

  1. Ich bin nicht so stark ausgelastet wie festangestellte Wissenschaftler in Deutschland, daher ist die Bearbeitungszeit in der Regel kürzer und es fallen keine Zuschläge für Eilaufträge an.
  2. Ich bin als Einzelunternehmer in einer europäischen Jurisdiktion registriert und stelle eine offizielle Rechnung aus. Die Bezahlung ist per Banküberweisung möglich (auch Kartenzahlung und Überweisungen via Neobanken wie Revolut, Wise sind möglich). Bitte beachten Sie, dass auf den Rechnungsbetrag zusätzlich 21 % Mehrwertsteuer erhoben werden, da Transkriptionsdienstleistungen in meiner Jurisdiktion (Spanien) nicht von der Mehrwertsteuer befreit sind.
  3. Ihr Forschungsinteresse respektiere ich: Nach Abschluss des Auftrags lösche ich alle Originaldateien und das Transkript von meinen Datenträgern – so behalten Sie alle Rechte an den Materialien, einschließlich des Erstveröffentlichungsrechts.
  4. Wenn Sie kein deutscher Muttersprachler sind, erhalten Sie als Geschenk zu Ihrer Transkription eine Übersetzung des Textes in eine Sprache Ihrer Wahl (z.B. Englisch oder Russisch), damit Sie Ihre Entdeckungen sofort mit Familie und Freunden teilen können.
  5. Sie können mich auch „virtuell“ kennenlernen, indem Sie spannende Geschichten (darunter Beiträge auf Basis transkribierter Archivdokumente) auf der Familienseite „Geschichte der Familie von Pfeilitzer gen. Franck“ auf Facebook lesen.

Es wäre grossartig, wenn noch mehr Familienforscher die Schicksale und Charaktere ihrer Vorfahren anhand von Archivquellen entdecken, die nicht immer leicht zu entziffern sind. Ich hoffe, Sie dabei unterstützen zu können.

Mit den besten Wünschen für bereichernde Entdeckungen auf Ihrer Reise in die Vergangenheit,
Artjom W. Wassiljew

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